Wenn man Julia Bell fragt, was sie an ihrer Arbeit als Projektleiterin bei den Informatikdiensten der Uni Bern besonders schätzt, kriegt man eine überraschende Antwort: «Das Tageslicht!» Als ehemalige Archivarin ist das für sie keine Selbstverständlichkeit: «Früher arbeitete ich oft in fensterlosen Kellern, die nur von Neonröhren beleuchtet werden.» Heute sitzt sie in einem hellen Büro mit freiem Blick nach draussen.
Obwohl sie sich schon zu Studienzeiten für Informatik interessierte, studierte sie in Fribourg Geschichte und Latein, «da es vom Studienplan her besser passte». Noch während des Studiums fand sie eine Stelle im Bundesarchiv. Nach zehn Jahren im Archivwesen fasste Julia Bell den Entschluss, neue Wege zu gehen. Da sie bereits als Archivarin Erfahrung mit der Digitalisierung von Archiven gesammelt hatte, entschied sie sich für den Quereinstieg in die Informatik. Seit Januar 2024 ist sie bei den Informatikdiensten der Universität Bern tätig. «Ich wollte etwas Neues für meine berufliche Zukunft – und hier an der Uni Bern fühle ich mich erfüllt», erklärt sie. Julia Bell leitet heute mehrere Projekte, darunter die Entwicklung eines universitätseigenen Chatbots in Zusammenarbeit mit dem Data Science Lab.